But who is listening?

Ernst von Glasersfeld, mit Begründer des Radikalen Konstruktivismus stellt sich der Frage ob Autopoesis oder der Radikale Konstruktivismus für die Zukunft der Menschheit eine Bedeutung hat.

QUESTION:

Dear Prof. von Glasersfeld,

My name is John Campion and I am a poet, an ecotropic poet to be exact. Ecotropics argues that for human culture to be healthy, it must find an ecological niche.

I have been reading some Varela and some Matturana. I have tried to work some autopoeitic concepts into my work, but want to know plainly if you think the field has something deep to offer ecology (ecotropics).

I’m thinking about putting together a course at Berkeley next Fall in Ecotropics (through the English dept.) And perhaps do a forum on ecology and human culture. Do you think someone in Autopoeitcs would be appropriate. If so, could you recommend someone?

thank you very much,
John Campion

ANSWER:

Dear Mr. Campion,
I, too, am worried about the future of human society. I am ninety years old now and that surely is one reason why I am pessimistic. I have little hope that we will find our „ecological niche“. Insofar as the cultures of the Western World made such a quest possible they were not egalitarian and they have been demolished by television which reduces everything to the lowest denominator. Unlike the lemmings, we don’t have the genetic good sense to migrate into suicide when there are too many of us. The dinosaurs apparently needed a meteor to extinguish them, we’ll do it all by ourselves, and we’ll take much of the other fauna with us.

I don’t think autopoiesis or radical constructivism can do anything about it. Both say that we are responsible for our experiential word, but who is listening?

Try Maturana. He may be more encouraging.

Best wishes,

Ernst von Glasersfeld

Quelle http://www.oikos.org/vonansnov07.htm

Weitere Fragen und Antworten findet man hier

Bei Youtube findet man die sehr bescheidene Übergabe der goldenen Medaille der American Society for Cybernetics im Mai 2006

4 Antworten auf „But who is listening?“

  1. Dass letztlich alles durch das Fernsehen kaputt gemacht wurde, finde ich etwas zu einseitig, obwohl die „Realität der Massenmedien“ natürlich zum großen Teil durch TV geprägt wird.

    Aber dass weder das Konzept der Autopoiesis noch der radikale Konstruktivismus helfen können, dürfte klar sein: beides sind Beobachtungsweisen von speziellen (wissenschaftlichen) Beobachtern, andere beobachten anders – und warum sollten sie zuhören? Das hat Luhmann ja schon in seinem Buch Ökologische Kommunikation beschrieben.

  2. Ja, das hab ich letztens in einem Radiointerview von Ihm (Luhmann) auch sagen gehört. Sogar das es vielleicht besser ist wenn nicht alle zuhören…
    (hab die Quelle nicht parat, wo ist mein Zettelkasten? ). Gegen Fernsehen hab ich auch absolut garnix, ganz im Gegenteil! Wenn es aber um sensationelle Meldungen geht, lässt man vielleicht besser einige Tage verstreichen um zu sehen was davon übrig bleibt.

    Fernsehtechnisch hab ich zum Jahreswechsel endlich den Sprung zum Digitalfernsehen geschafft;-) Ich bin begeistert!

    Zu deinem Artikel Ökologische Kommunikation und Klimawandel

    Wenn es um das Erkennen von Funktionssystemen geht, sieht es doch so langsam danach aus, das eine immer breiter gestreute Wahrnehmung in der Gesellschaft vorhanden ist. Oder nehm nur ich das so wahr?

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