Myanmar, Birma oder Burma?

Die Medienberichte um die Proteste buddhistischer Mönche weisen interessante Unterschiede auf. Mal wird von Myanmar (ZDF), dann von Burma (FAZ) und Birma (ARD) gesprochen. Das kann einen schon durcheinander bringen.

In der Wikipedia liest man zu Myanmar, Birma oder Burma
„Die Vereinten Nationen übernahmen den neuen Namen des Staates wenige Tage nach der Verkündung durch das Militär. Dem sind mittlerweile viele Staaten gefolgt, während die Vereinigten Staaten und Australien sowie weitere Staaten und Nichtstaatliche Organisationen als Zeichen ihrer Missbilligung des Regimes am Namen Burma festhalten. Auch Aung San Suu Kyi sprach sich 1996 für die Beibehaltung von Burma aus, zum einen wegen der fehlenden Mitwirkung des Volkes, zum anderen, da der Begriff Myanmar eben nicht die Vielfalt der Volksgruppen im Lande widerspiegele.“

Bald werden die Menschen dort vielleicht selbst entscheiden können wie sie ihr Land nennen wollen.

Helmut Schmidt außer Dienst

Jetzt könnte man sich fragen, warum schon wieder Helmut Schmidt bei mir ein Thema ist. Nun, dazu möchte ich kurz anmerken dass ich, 1968 geboren, zu der Zeit wo Schmidt Kanzler war, das „politische Denken“ anfing. Meine Eltern waren überzeugte Schmidt Wähler. Im Fernsehen beunruhigten uns Berichte über den RAF-Terror. Nicht selten begegneten einem im Alltag Fahndungsfotos der Terroristen. Als dann 1982 durch ein konstruktives Misstrauensvotum Helmut Kohl sein Nachfolger im Amt des Bundeskanzlers wurde, begann ich wohl zu erahnen dass sich diese Welt permanent verändert. Um so mehr interessieren mich deshalb Dokumentationen wie die von Sandra Maischberger und Jan Kerhart welche am 04.07.2007 im ARD Fernsehen ausgestrahlt wurde (hier weitere Infos).

Hier ein Ausschnitt der Doku in dem Helmut Schmidt eine Rede vor dem Harvard Club hält. Ich habe mal die Untertitel zusammengefasst:

Helmut Schmidt

Manche Amerikaner meinen, der 11. September habe die Welt verändert.
Das ist so nicht richtig. Wohl aber hat sich der Blick der Amerikaner auf die Welt verändert.

Viele Europäer halten die Leitlinien , denen die amerikanische Außenpolitik seitdem folgt für demokratischen Imperialismus. Das lesen Sie nicht in der Zeitung, aber es ist eine Tatsache. „Helmut Schmidt außer Dienst“ weiterlesen

Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker

Am 12. Juni 2007 „Menschen bei Maischberger“.
Altbundeskanzler Helmut Schmidt und der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker treffen sich bei Sandra Maischberger zum ersten Mal bei einem gemeinsamen TV-Gespräch (ARD, hier das ganze Gespräch).

Am Ende der Plauderei gings auch ums Thema „Glauben an Gott“.
Ich habe mir mal die Arbeit gemacht diesen Teil zu transkribieren:

Sandra Maischberger:

Reden Sie über Glauben?
Bei Helmut Schmidt hab ich gelesen, 1941 hat er eben unter den Eindrücken der Kriegsverhältnisse gesagt, er hat gelernt sich innerlich ganz auf Gott zu verlassen. Mittlerweile sagen Sie, Sie glauben nicht an Gott. Es muss also etwas passiert sein.

Helmut Schmidt:
Das hab ich nicht gesagt.
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