Die Neurowissenschaften werden massiv unsere Welt verändern

Im Hospitalhof Stuttgart fand vom Freitag den 18.04.2008 bis Samstag den 19.04.2008 eine Tagung mit dem Titel „Produzieren die Neurowissenschaften den gläsernen Menschen?“ statt.

Die Themen waren:

Durchsichtig oder rätselhaft?
Zur Entschlüsselung menschlichen Verhaltens

Transparente Körper, transparente Individuen, transparente Gesellschaft?
Die Vermessung des Menschen und die Konsequenzen für individuelle Lebensführung und gesellschaftliche Steuerung.

Rätsel oder Geheimnis?
Die „Innerlichkeit“ des Menschen in theologischer Perspektive

Ungeschehenes Geschehen
Implantierte Erinnerung als Herausforderung für die Geschichtswissenschaft

Willensfreiheit und Schuld
Zum Verhältnis Neurowissenschaften, Philosophie und Strafrecht

Das Gehirn, ein Organ wie jedes andere?
Zur Rechtspolitik von Hirndarstellung und Hirnmanipulation

Ist unser Moralverhalten neuronal determiniert?
Möglichkeiten und Grenzen der Neuroethik

Unrechtseinsicht, Handlungssteuerung und strafrechtliche Verantwortlichkeit

Was das Gehirn über unsere Gedanken verrät: Möglichkeiten und Grenzen des ‚Gedankenlesens’ in der modernen Hirnforschung

Mit dem Titel: Wer ist Ich? Hirnforschung – Entsteht ein neues Menschenbild? zeigte 3Sat den Stand der Neurowissenschaften und die daraus resultierenden Konsequenzen.

Das Thema wirft keine banalen Probleme auf, und dass um so mehr wie wir Anwendungen für den Alltag vermehrt in der nächsten Zeit zur Verfügung haben werden.

Myanmar, Birma oder Burma?

Die Medienberichte um die Proteste buddhistischer Mönche weisen interessante Unterschiede auf. Mal wird von Myanmar (ZDF), dann von Burma (FAZ) und Birma (ARD) gesprochen. Das kann einen schon durcheinander bringen.

In der Wikipedia liest man zu Myanmar, Birma oder Burma
„Die Vereinten Nationen übernahmen den neuen Namen des Staates wenige Tage nach der Verkündung durch das Militär. Dem sind mittlerweile viele Staaten gefolgt, während die Vereinigten Staaten und Australien sowie weitere Staaten und Nichtstaatliche Organisationen als Zeichen ihrer Missbilligung des Regimes am Namen Burma festhalten. Auch Aung San Suu Kyi sprach sich 1996 für die Beibehaltung von Burma aus, zum einen wegen der fehlenden Mitwirkung des Volkes, zum anderen, da der Begriff Myanmar eben nicht die Vielfalt der Volksgruppen im Lande widerspiegele.“

Bald werden die Menschen dort vielleicht selbst entscheiden können wie sie ihr Land nennen wollen.

Päpstliche Akademie der Wissenschaften und der neue Chef

Die Päpstlichen Akademien der Wissenschaften haben ein großes Problem mit dem neuen Papst. Der neue Papst erkennt entgegen dem alten Papst nämlich die Evolutionstheorie nicht an. Die Mitglieder der Akademie sind hoch angesehene Wissenschaftler wie beispielsweise Prof. Theodor Hänsch, Nobelpreisträger und Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (hier die Pressemitteilung als pdf).

Also ist jetzt Schluss für katholische Wissenschaftler mit Evolutionstheorie und der Diskussion ums „Intelligent Design„? Vermutlich kommen wir eher in eine heiße Phase 😉