Medienkybernetik

Mit Medienkybernetik.de hab ich die Tage ein weiteres Blog angefangen.

Irgendwie dachte ich mir, ich muss zwischen privaten und „offiziellen“ Beiträgen unterscheiden.  Nun ja, ich könnte mir auch vorstellen, die dort geposteten Artikel hier mit mehr persönlicher Note an zu teasen.
Das meist gesprochene Wort auf der Welt, „ich“, wird man dann hier bei Filtertraum finden.

Mal schaun ob das Sinn macht oder ob ich mir eine kybernetische Falle baue :-).

Kybernetik, Cyberspace und Ethik

Im Spannungsfeld der digitalen Revolution und der beobachtbaren Globalisierungseffekte wird uns immer mehr eine Komplexität unserer Welten bewusst, die sich dazu noch täglich erhöht.

Der Medien-overflow schafft durch Reflexion und Rückkoppelung in „Echtzeit“ über das Internet eine Erweiterung von Komplexität unserer technischen und sozialen Systeme, welche von den meisten Zeitgenossen nicht einmal Ansatzweise wahrgenommen wird.

Während dessen macht sich die „Ethik“ als Verhaltensprinzip in den Manageretagen breit. Um einigermaßen zu verstehen was momentan in diesem Sektor passiert, bedarf es folgender Eigenschaft: „Die Information einer Beschreibung hängt von der Fähigkeit eines Beobachters ab, aus dieser Beschreibung Schlussfolgerungen abzuleiten.“ (Heinz von Foerster).

Wissenschaftler diskutieren die Konsequenzen unserer vernetzten Welten und scheinen, wenn auch zögerlich, „kybernetisch“ zu denken, ohne den Begriff explizit zu benutzen.
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FILTER UND STÖRGERÄUSCHE

Lutz Dammbeck war Anfang des Jahres so nett, mir per e-mail seine Arbeitsnotizen zu seinem Film „Das Netz“ zu schicken. Harter Toback. Ich möchte das weder unterschreiben noch dementieren. Auf jedenfall interessante Hintergrundinformationen zum Film den man gesehen haben muss!!!

Arbeitsnotizen zum Film „Das Netz“, Stand Mai 2006

Als ich im Jahr 2001 mit der Arbeit am Film begann, wollte ich zunächst den Affairen nachspüren, die moderne Kunst mit Computern und neuen Technologien in den 1960er Jahren eingegangen waren. Begriffe wie Loop, Feedbackschleife, System, Simulation oder Kommunikation verwendeten ja nicht nur Kybernetiker und Systemtheoretiker, sondern gehörten auch zum Programm einer in diesen Jahren revoltierenden Avantgarde die alle Grenzen zwischen Kunst und Leben auflösen wollte:
CHANGE NOW!

Pop- und Op-Art, Mixed Media, Happenings, Künstler wie John Cage, Nam June Paik oder Andy Warhol, Bands wie Grateful Dead und Velvet Underground – das war ein Cocktail aus Revolte, Rock und Pop, der mich faszinierte. Die Botschaft war: alles ist möglich, Realität ist beliebig veränderbar. Du bist, was du sein willst!
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